Kanaren

Zahlen und Fakten

Die Kanarischen Inseln befinden sich, geografisch betrachtet zwar im afrikanischen Raum, aber aus politischer Sicht sind sie eine im Atlantik liegende, zu Spanien gehörende Inselgruppe. Bevölkert wird die Inselgruppe insgesamt von über 2 Millionen Menschen, wobei die gesamte Landfläche 7.492,36 Quadratkilometer beträgt. Diese teilen sich auf folgende 7 Hauptinseln auf: Lanzarote, Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura, La Palma, La Gomera und El Hierro.

 

Geschichte

Die östlich gelegensten und somit gleichzeitig ältesten Inseln der Kanaren sind Lanzarote und Fuerteventura. Ihre Entstehung wird von Wissenschaftlern heute auf etwa 20,6 Millionen Jahre zurückdatiert. Forscher fanden heraus, dass alle Inseln der Kanaren Ergebnisse von Vulkanausbrüchen sind, die möglicherweise sogar 36 Millionen Jahre zurück liegen könnten. Durch Kolonialisierung wurden die Ureinwohner auf den Inseln in ihrem Lebensraum eingeengt und verschwanden für einige Jahre fast vollständig. Seit den 90er Jahren wird für eine stärkere Erhaltung der Kultur gekämpft, was sich jedoch als sehr schwierig erweist.

 

Politik und Wirtschaft

Eine Zeit lang herrschte auf den kanarischen Inseln ein großes Flüchtlingsproblem, welches aber bis heute stark abgeschwächt und daher gut überschaubar geworden ist. Das Rekordjahr war 2002, mit einer Einwandererzahl von beinahe 10.000 Menschen. Dies könnte unter anderem an der Ernennung zum Niedrigsteuergebiet liegen. Im Januar 2000 wurde eine Sonderzone eingerichtet, welche zunächst einmal bis einschließlich 2007 zur Freihandelszone erklärt wurde, dessen Frist mittlerweile aber bis 2019 verlängert werden konnte. Die Höhe der Steuersätze ist gesenkt worden, um die soziale sowie wirtschaftliche Entwicklung des Archipels zu fördern bzw. zu erweitern.

Der wichtigste Industriezweig aller Inseln ist seit Beginn der 70er Jahre der Tourismus. Ein Großteil der Bewohner arbeitet in diesem Sektor; Alternativen gibt es wenige. Um die Nachhaltigkeit der natürlichen Landschaften zu garantieren setzen Inseln wie La Gomera und El Hierro mittlerweile fast ausschließlich auf qualitativen Naturtourismus. Weitere sollen folgen.

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